Methodik

So wird gerechnet

Der Rechner ist keine Blackbox. Auf dieser Seite steht, mit welchen Annahmen er arbeitet, wie er Monat für Monat vorgeht, wie Steuern und Verkaufsreihenfolge einfließen — und was er bewusst weglässt.

Das Wichtigste in Kürze#

  • Der Rechner ist eine Modellrechnung, keine Prognose: Er zeigt, was passieren würde, wenn deine Annahmen zuträfen.
  • Gerechnet wird in Monatsschritten mit festen Werten für Rendite, Inflation und Einkommensdynamik — alle sind Vorschläge und von dir änderbar.
  • Deine Ausgaben leitet der Rechner aus Nettoeinkommen minus Sparrate ab und schreibt sie mit der Inflation fort — auch in der Entnahmephase.
  • Steuer fällt nur auf den Gewinnanteil einer Entnahme an, und die ältesten Anteile werden zuerst verkauft — deshalb ist die Steuerlast am Anfang am höchsten.
  • Wie viel Vermögen du brauchst, hängt vom Entnahmemodus ab: erhalten, planmäßig aufbrauchen oder mit fester Rate entnehmen.
  • Nicht enthalten sind unter anderem Kranken- und Pflegeversicherung, gesetzliche Rente, Immobilien und künftige Steuerrechtsänderungen.

01

Was dieser Rechner nicht kann#

Alle Ergebnisse beruhen auf Annahmen. Sie sind keine Prognose, sondern eine Modellrechnung: Sie zeigen, was passieren würde, wenn die Annahmen zuträfen.

Märkte und das Leben verlaufen nicht gleichmäßig#

Unter der Annahme einer festen Rendite, Inflation und Einkommensdynamik wird ein ruhiger Verlauf unterstellt. Im echten Leben gibt es gute und schlechte Jahre, und wann sie kommen, beeinflusst das Ergebnis erheblich.

Nicht alles ist berücksichtigt#

Die Rechnung ist bewusst vereinfacht. Nicht enthalten sind unter anderem:

  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Sie fallen auch im Ruhestand an, oft in anderer Höhe als heute, und stecken nicht in deinen heutigen Ausgaben.
  • Ansprüche aus der gesetzlichen Rente
  • Einkommen aus Immobilien
  • Anlageformen wie Rürup, Riester oder das Altersvorsorgedepot
  • künftige Änderungen im Steuerrecht

Gerechnet wird derzeit mit einem einzigen Depot. Portfolios aus mehreren Anlageklassen, die regelmäßig umgeschichtet werden, sind noch nicht abgebildet.

Auch innerhalb des Modells gibt es Vereinfachungen, vor allem bei der Steuer. Sie sind im Abschnitt So rechnet der Rechner beschrieben.

Orientierung, keine Empfehlung#

Dies ist keine Steuer-, Anlage- oder Finanzberatung. Der Rechner soll eine Orientierung geben. Für Entscheidungen, die dein Leben verändern, ist er der Ausgangspunkt, nicht die Antwort.

02

Was der Rechner über die Zukunft annimmt#

Jede Zahl im Ergebnis hängt an deinen Annahmen. Es sind Vorschläge, keine festgeschriebenen Werte — alle können und sollen auf Basis deiner eigenen Einschätzung angepasst werden.

Allgemeine Annahmen#

Kapitalmarkt und Steuern — Werte, die für jeden Plan gleich gelten, nicht für dich persönlich.

7 % Rendite pro Jahr#

Dieser Wert orientiert sich an der langfristigen Entwicklung breit gestreuter Aktienmärkte. Der MSCI World erzielte von 1975 bis Ende 2024 auf Eurobasis im Schnitt etwa 9,7 % pro Jahr.1 Der Standardwert liegt bewusst darunter, weil vergangene Renditen keine künftigen sichern und ein zu optimistischer Wert die riskantere Fehlannahme ist. Manche rechnen noch vorsichtiger: Finanztip empfiehlt inzwischen, mit 6 % zu kalkulieren.2 Wenn du sichergehen willst, setze den Wert niedriger an — er ist die wirkungsvollste Stellschraube im ganzen Rechner.

Einzelne Jahre und ganze Jahrzehnte können stark abweichen. In der Finanzkrise verlor der Index binnen 16 Monaten rund 48 %.3

2 % Inflation pro Jahr#

Dieser Wert entspricht dem Ziel, das die Europäische Zentralbank für den Euroraum anstrebt.4 Inflation wirkt doppelt: Sie erhöht deine künftigen Ausgaben und senkt die Kaufkraft deines Vermögens. Historisch lag sie zeitweise deutlich höher — 2022 und 2023 stieg der Verbraucherpreisindex um 6,9 % und 5,9 % gegenüber dem Vorjahr.5

18,46 % Steuersatz auf realisierte Gewinne#

Der Wert setzt sich zusammen aus 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag, abzüglich einer Teilfreistellung von 30 %, wie sie für Aktienfonds mit mehr als 50 % Aktienanteil gilt.6

Die Teilfreistellung steckt damit im Steuersatz selbst, nicht in der Rechenlogik. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben der Sparerpauschbetrag und die Vorabpauschale — der Pauschbetrag macht die Rechnung leicht vorsichtiger, die Vorabpauschale leicht optimistischer. Je nach persönlicher Situation, etwa bei Günstigerprüfung oder anderer Fondszusammensetzung, kann dein tatsächlicher Satz abweichen. Besteuert wird nur der Gewinnanteil einer Entnahme, nicht der ganze Betrag.

Deine persönlichen Annahmen#

Cashflow, Bestand und deine persönliche Einkommensentwicklung.

3 % Einkommensdynamik pro Jahr#

Wie stark dein Nettoeinkommen künftig steigt. Bei 2 % Inflation entspricht das etwa 1 % realem Zuwachs pro Jahr. Liegt die Dynamik über der Inflation, hast du mit der Zeit real mehr zur Verfügung; liegt sie darunter, sinkt deine Kaufkraft.

95 Jahre Endalter#

Bis zu welchem Alter dein Vermögen reichen soll. Es gibt hier keinen richtigen Wert; wer sicher planen will, setzt ihn hoch an. Orientierung bieten die Daten des Statistischen Bundesamts zur ferneren Lebenserwartung.7 Beachte dabei: Das ist die durchschnittliche verbleibende Lebenszeit in einem bestimmten Alter — ein erheblicher Teil der Menschen lebt deutlich länger. Im Rechner stellst du das Endalter beim Entnahmemodus ein, weil es nur dort gebraucht wird.

Eine feste Rendite ist eine Vereinfachung#

Der Rechner nimmt an, dass Rendite und Inflation jedes Jahr gleich hoch ausfallen. Tatsächlich schwanken beide. Wann und wie stark diese Schwankungen auftreten, kann das Ergebnis erheblich verändern. Die Vereinfachung macht das Ergebnis nachvollziehbar, unterschlägt aber die Unsicherheit, die durch Schwankungen entsteht — besonders bei stark aktienlastigen Portfolios.

03

So rechnet der Rechner#

Der Ablauf in fünf Schritten: monatliche Rechenschritte, Ansparen, der Umschaltpunkt zu FIRE, das Entnehmen — und die Steuer, die dabei anfällt.

Monat für Monat#

Der Rechner geht in Monatsschritten vor, nicht in Jahresschritten. Das ist genauer, weil du auch monatlich sparst und später monatlich entnimmst. Die jährliche Rendite wird dafür auf den Monat umgerechnet. Sparraten werden am Monatsende berücksichtigt.

Die Ansparphase#

Du gibst dein heutiges Nettoeinkommen und deine monatliche Sparrate an. Die Differenz sind deine Ausgaben — der Rechner leitet sie ab, statt sie separat abzufragen.

Über die Jahre steigt dein Einkommen mit der Einkommensdynamik. Deine Ausgaben steigen automatisch mit der Inflation, sodass dein Lebensstandard real gleich bleibt. Alles, was darüber hinaus übrig bleibt, erhöht ausschließlich deine Sparrate. Liegt die Einkommensdynamik über der Inflation, wird also angenommen, dass du deinen Lebensstil konstant hältst und alle Mehreinnahmen oberhalb der Inflation sparst. Steigt dein Einkommen langsamer als die Inflation, schrumpft die Sparrate entsprechend — auch das rechnet der Rechner mit.

Der Umschaltpunkt#

Sobald dein Vermögen groß genug ist, um deine Ausgaben für den Rest des Planungszeitraums zu tragen, ist der FIRE-Zeitpunkt erreicht. Im Monat darauf endet das Sparen und die Entnahme beginnt.

Wie groß „groß genug“ ist, hängt vom gewählten Entnahmemodus ab. Das Kapitalziel ist keine feste Zahl: Wer später aussteigt, muss weniger Jahre überbrücken — das senkt das benötigte Vermögen. Die Inflation wirkt über die Jahre in die andere Richtung und erhöht es. Welcher Effekt überwiegt, hängt von deinen Annahmen ab.

Die Entnahmephase#

Deine Ausgaben laufen weiter und steigen weiter mit der Inflation. Um sie zu decken, verkaufst du Anteile — ab hier kommt die Steuer ins Spiel.

Steuern: nur auf den Gewinn#

Wenn du Anteile verkaufst, wird nicht der gesamte Verkaufserlös besteuert, sondern nur der Gewinnanteil: die Differenz zwischen dem, was du eingezahlt hast, und dem, was die Anteile heute wert sind.

Das bedeutet: Um netto 2.000 € zur Verfügung zu haben, musst du brutto mehr verkaufen. Wie viel mehr, hängt davon ab, wie viel Gewinn in den verkauften Anteilen steckt.

Die Reihenfolge ist entscheidend.#

Verkauft werden immer die ältesten Anteile zuerst (First In, First Out). Diese Anteile haben am längsten gearbeitet und enthalten deshalb — bei Annahme einer festen Rendite — den größten Gewinnanteil und damit die höchste Steuerlast. Der Steueranteil deiner Entnahmen ist also am Anfang am höchsten und sinkt mit der Zeit.

Dein bisheriges Depot zählt als eine Tranche.#

Du gibst dein heutiges Depot als eine Summe an, aufgeteilt in Einzahlungen und unrealisierten Gewinn. Der Rechner behandelt das als einen einzigen, ältesten Posten und verkauft ihn deshalb zuerst.

In Wirklichkeit ist der Bestand meist in mehreren Käufen entstanden, jeder mit eigenem Kaufkurs und eigenem Gewinnanteil. Diese Struktur kennt der Rechner nicht. Solange dein bisheriges Depot klein ist gegenüber dem, was du noch ansparst, fällt das kaum ins Gewicht. Bei einem großen bestehenden Depot kann die tatsächliche Steuerlast in den ersten Entnahmejahren spürbar abweichen. Genauer ginge es nur mit den echten Kaufdaten deiner Anteile.

Ein ungestörter Bestand wird vorausgesetzt.#

Die Rechnung nimmt an, dass deine Anlage über den gesamten Zeitraum unangetastet bleibt: keine Fondsverschmelzung, keine Auflösung, kein vorzeitiger Verkauf oder Wechsel. In der Praxis kann jedes davon Gewinne realisieren und Steuern auslösen, bevor du überhaupt entnimmst. Das verschiebt damit die Verkaufsreihenfolge für alles Weitere.

Heutige oder künftige Euro: real oder nominal#

Gerechnet wird in künftigen Euro (nominal) — also in den Beträgen, die tatsächlich auf dem Konto stehen werden. Weil Inflation jedoch die Kaufkraft senkt, sagt dieser Betrag wenig darüber aus, was du dir in dreißig Jahren davon leisten kannst.

Deshalb lässt sich die Darstellung im Diagramm umschalten: Die reale Ansicht rechnet alle Beträge auf heutige Kaufkraft zurück und zeigt, was dein Vermögen in heutigem Geld wert wäre.

04

Die Entnahmemodi#

Bevor der Rechner sagen kann, wie viel Vermögen du brauchst, muss klar sein, was mit diesem Vermögen passieren soll. Soll es für immer erhalten bleiben? Oder darfst du es bis zu einem bestimmten Alter aufbrauchen? Beides sind sinnvolle Pläne, aber sie führen zu sehr unterschiedlichen Zahlen. Die Anwendung bietet drei Modi.

In allen Modi entnimmst du dieselben inflationsangepassten Ausgaben — die Modi unterscheiden sich darin, wie viel Kapital du dafür brauchst.

Modus 1

Ewige Entnahme#

Dein Vermögen bleibt real erhalten. Du entnimmst nur so viel, wie nach Abzug der Inflation an Ertrag nachwächst — die Substanz bleibt dauerhaft unangetastet, das Kapital hält „ewig“.

Auch hier steigt dein Entnahmebetrag jedes Jahr mit der Inflation, sodass deine Kaufkraft gleich bleibt. Der Unterschied zur festen Entnahmerate: Die Rate bestimmst du hier nicht selbst. Der Rechner leitet sie aus deiner realen Rendite ab, denn nur ein bestimmter Anteil lässt sich entnehmen, ohne die Substanz anzugreifen.

Weil nichts aufgebraucht wird, ist kein Endalter nötig. Da dein Kapital vollständig erhalten bleibt, verlangt dieser Modus tendenziell ein größeres Vermögen und damit einen späteren Ausstieg.

Die Obergrenze für die Entnahmerate#

Rechnerisch könntest du genau die reale Rendite entnehmen. In der Praxis wäre das zu optimistisch, weil Märkte schwanken und schlechte Jahre in der frühen Entnahmephase dein Vermögen besonders schädigen. Deshalb kannst du eine Obergrenze setzen. Häufig werden 4 % oder weniger verwendet, etwa in der bekannten 4-Prozent-Regel8. Der Rechner entnimmt dann den niedrigeren der beiden Werte: die reale Rendite oder deine Obergrenze.

Modus 2

Kapitalverzehr#

Dein Vermögen wird planmäßig bis zu einem Restbetrag — oder vollständig — aufgebraucht. Du legst fest, bis zu welchem Alter es reichen soll, und der Rechner verteilt es über diesen Zeitraum.

Das verlangt weniger Vermögen als die ewige Entnahme und ermöglicht einen früheren Ausstieg. Der Preis: Der Plan hat ein Ablaufdatum. Lebst du länger als geplant, ist nichts mehr da.

Restkapital zum Endalter#

Du musst nicht alles aufbrauchen. Wenn ein Betrag übrig bleiben soll, etwa als Puffer für ein langes Leben oder als Erbe, trägst du ihn hier ein. Der Rechner sorgt dann dafür, dass am Endalter mindestens diese Summe vorhanden ist. Bleibt das Feld leer, wird das Vermögen vollständig verplant.

Modus 3

Feste Entnahmerate#

Du legst selbst fest, welchen Anteil deines Vermögens du im ersten Jahr entnehmen willst, z. B. 4 %. Dieser Betrag steigt danach jedes Jahr mit der Inflation, unabhängig davon, wie sich dein Vermögen entwickelt. Das entspricht der bekannten 4-Prozent-Regel.

Der Unterschied zur ewigen Entnahme: Dort errechnet der Rechner die Rate so, dass dein Vermögen erhalten bleibt. Hier gibst du sie vor, und der Rechner zeigt dir, was daraus folgt.

Dadurch kannst du steuern, wie viel Kapital du für dieselben Ausgaben ansparen musst. Eine höhere Entnahmerate senkt das nötige Vermögen, du erreichst FIRE also früher — dafür wird das Kapital stärker beansprucht und kann vor dem Endalter aufgebraucht sein. Der Rechner prüft, ob es bis zum Endalter reicht: Falls ja, zeigt er, wie viel übrig bleibt. Falls nein, wann das Vermögen aufgebraucht wäre.

Welcher Modus passt?#

Es gibt keine richtige Antwort — die Modi erlauben dir, verschiedene Lebenspläne und Ziele modellhaft abzubilden. Am aufschlussreichsten ist es, alle drei auszuprobieren. Finde selbst heraus, wie sie sich auf dein FIRE-Alter, den notwendigen Kapitalstock und den Entnahmeverlauf auswirken.

In den meisten Fällen hat die ewige Entnahme den längsten Sparzeitraum. Der Kapitalverzehr erreicht FIRE als erstes, verlangt aber eine Annahme über die eigene Lebenserwartung und hat ohne Restkapital den geringsten Puffer. Die feste Entnahmerate gibt dir die Kontrolle über den Entnahme- und Restbetrag.

Kurz gefasst: Die ewige Entnahme hält dein Kapital konstant und verlangt dafür das meiste Vermögen. Die feste Entnahmerate erlaubt aggressivere Entnahmen und nimmt in Kauf, dass das Kapital schrumpft. Der Kapitalverzehr plant das Schrumpfen von vornherein ein. Alles unter den Annahmen, die du eingestellt hast.

05

Begriffe#

Alle Fachbegriffe des Rechners in alphabetischer Reihenfolge — jeder Eintrag ist einzeln verlinkbar.

Ausgaben#
Betrag, den du monatlich verbrauchst. Der Rechner leitet ihn ab: Nettoeinkommen minus Sparrate. In der Entnahmephase steigt er weiter mit der Inflation.
Depot#
Dein bestehendes Vermögen zu Beginn der Rechnung. Du gibst es getrennt nach Einzahlungen und unrealisiertem Gewinn an, weil nur der Gewinn später besteuert wird.
Depotwert heute#
Die Summe aus Einzahlungen und unrealisiertem Gewinn.
Einkommensdynamik#
Wie stark dein Nettoeinkommen jährlich steigt. Liegt sie über der Inflation, wächst deine Sparrate von selbst, weil die Ausgaben nur um die Inflation angepasst werden. Liegt sie darunter, schrumpft die Sparrate.
Einzahlungen#
Was du insgesamt in dein Depot eingezahlt hast — die Kostenbasis. Nur der Wertzuwachs darüber hinaus wird beim Verkauf besteuert.
Endalter#
Bis zu welchem Alter dein Vermögen reichen soll. Wird beim Kapitalverzehr und bei der festen Entnahmerate gebraucht. Wer sicher planen will, setzt ihn hoch an; die Daten des Statistischen Bundesamts zur Lebenserwartung können dabei helfen.
Entnahmerate#
Der Anteil deines Vermögens, den du im ersten Jahr entnimmst. Je höher sie ist, desto weniger Kapital brauchst du — und desto stärker wird es beansprucht.
Ewige Entnahme#
Entnahmemodus, bei dem dein Vermögen real erhalten bleibt. Du entnimmst nur, was nach Abzug der Inflation nachwächst.
Feste Entnahmerate#
Entnahmemodus, bei dem du die Rate selbst vorgibst. Aus der Rate ergibt sich das nötige Vermögen.
FIRE#
Financial Independence, Retire Early. Der Zeitpunkt, ab dem dein Vermögen deine Ausgaben trägt, ohne dass du arbeiten musst.
Gewinnanteil#
Der Teil deines Depots, der über deine Einzahlungen hinausgeht. Der Rechner zeigt ihn als Prozentsatz des Depotwerts an. Je höher er ist, desto mehr Steuer fällt bei einer Entnahme an.
Kapitalstock#
Das Vermögen, das du zum FIRE-Zeitpunkt erreicht hast.
Kapitalverzehr#
Entnahmemodus, bei dem dein Vermögen planmäßig bis zum Endalter aufgebraucht wird.
Kostenbasis#
Der Betrag, den du für deine Anteile eingezahlt hast. Die Differenz zum heutigen Wert ist der unrealisierte Gewinn.
Nominal#
Beträge so, wie sie künftig auf dem Konto stehen werden, ohne Berücksichtigung der Kaufkraft. Gegenteil: real.
Obergrenze für die Entnahmerate#
Deckelt die berechnete Rate bei der ewigen Entnahme. Der Rechner entnimmt den niedrigeren Wert aus realer Rendite und Obergrenze.
Real#
Beträge umgerechnet auf heutige Kaufkraft. Eine Million in dreißig Jahren ist real deutlich weniger wert als heute.
Reale Rendite#
Die nominale Rendite abzüglich Inflation. Sie bestimmt, wie viel dein Vermögen tatsächlich an Kaufkraft gewinnt.
Restkapital#
Der Betrag, der beim Kapitalverzehr am Endalter noch übrig sein soll, z. B. als Puffer für ein langes Leben oder als Erbe.
Sparquote#
Der Anteil deines Nettoeinkommens, den du sparst. Gilt für das erste Jahr. Der Rechner zeigt sie an; eingeben musst du sie nicht.
Sparrate#
Der Betrag, den du monatlich zurücklegst.
Tranche#
Ein einzelner Kauf von Anteilen mit eigenem Kaufkurs. Beim Verkauf werden die ältesten Tranchen zuerst aufgelöst — sie enthalten den größten Gewinnanteil und damit die höchste Steuer.
Unrealisierter Gewinn#
Der Wertzuwachs deines Depots, den du noch nicht durch einen Verkauf realisiert hast. Beim Verkauf fällt darauf Steuer an.
Verkaufsreihenfolge#
Die Regel, in welcher Reihenfolge Anteile verkauft werden. Hier gilt: älteste zuerst (englisch: First In, First Out, kurz FIFO).
4-Prozent-Regel#
Verbreitete Faustregel, nach der sich rund 4 % des Vermögens jährlich entnehmen lassen. Sie stammt aus US-amerikanischen Untersuchungen und berücksichtigt weder deutsche Steuern noch deine persönliche Situation.

06

Quellen#

Die Belege zu den genannten Zahlen, fortlaufend über die gesamte Seite numeriert.

  1. 1Finanztip: MSCI World — historische Rendite. finanztip.de/indexfonds-etf/msci-world/ (abgerufen am 10.09.2026)
  2. 2Finanztip: Nur noch 6 % ETF-Rendite — warum du vorsichtiger rechnen solltest. finanztip.de/daily/nur-noch-6-etf-rendite-warum-du-vorsichtiger-rechnen-solltest/ (abgerufen am 10.09.2026)
  3. 3Finanztip: MSCI World im Minus — diese Einbrüche waren viel schlimmer. finanztip.de/daily/msci-world-im-minus-diese-einbrueche-waren-viel-schlimmer/ (abgerufen am 10.09.2026)
  4. 4Europäische Zentralbank: Geldpolitik. ecb.europa.eu/ecb/orga/tasks/monpol/html/index.de.html (abgerufen am 10.09.2026)
  5. 5Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreisindex. genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/61111/table/61111-0001 (abgerufen am 10.09.2026)
  6. 6Finanztip: Investmentsteuerreformgesetz. finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/ (abgerufen am 10.09.2026)
  7. 7Statistisches Bundesamt: Sterbefälle und Lebenserwartung. destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/ (abgerufen am 10.09.2026)
  8. 8Mr. Money Mustache: How Much Do I Need for Retirement? mrmoneymustache.com/2012/05/29/how-much-do-i-need-for-retirement/ (abgerufen am 10.09.2026)

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